„Dann brach ein großer Sturm los und die Wellen schlugen über das Boot, sodass es bereits voll wurde. Jesus aber schlief am Heck auf einem Kissen“ (Markus, Kap. 4, V. 37 – 38*).
Ich saß allein am Küchentisch mit einer leeren Taschentuchbox. Seit Jahren bin ich Christin, aber in diesem Moment zweifelte mein Herz an dem, was mein Verstand wusste. Wenn Gott mich liebte, warum passierte mir das?
Während ich über meine eigene Sturm nachdachte, erinnerte ich mich an einen anderen – einen furchterregenden – vor zweitausend Jahren im See Genezareth. Mir wurde klar, dass dies nicht nur eine Geschichte über einen Sturm ist, sondern auch eine Geschichte des Vertrauens. Die Jünger folgen ihrem Herrn und trotzdem bricht der Sturm los. Sie rufen zu Ihm und stellen die Frage, die ich oft stelle: „Meister, kümmert es Dich nicht? (V. 38*)“.
Stürme können uns an Gottes Fürsorge für uns zweifeln lassen. Wir beten um Heilung, Schutz, Wiederherstellung – im Allgemeinen darum, dass der Sturm vorübergeht. Solche Gebete sind nicht falsch. Aber wir müssen lernen, Gottes Gegenwart in Zeiten der Prüfung mehr zu schätzen als die Erlösung aus der Prüfung.
Christus beruhigt den Sturm im See Genezareth. Manchmal beruhigt er unsere Stürme nicht, sondern führt uns durch sie. Wenn Zweifel aufkommen, sollten wir uns daran erinnern, dass der Herr Jesus mit uns im Sturm ist.
Link zum Originalartikel: https://www.upperroom.org/devotionals/en-2025-02-06
* Die Bibelzitate stammen aus der Bibel, neue Übersetzung aus den Originalsprachen © Bulgarische Bibelgesellschaft 2013